unruhiger ruhestand

von Angelo Wehrli


Zitternd saß er in der S-Bahn und beobachtete die Fahrgäste. Er war auf der Flucht vor der Polizei. Die Bahn war proppenvoll. Feierabendverkehr. Er schaute neidisch in die müden Gesichter. Sie mussten sich nicht vor den Bullen in Acht nehmen. Die waren seit gestern wieder hinter ihm her. Alle Medien berichteten über sie, den RAF-Rentnern, die sich mit Banküberfällen ihren Lebensunterhalt im Untergrund finanzierten.

Heute Morgen war er den Bullen nur knapp entkommen. Seine Genossin Inga hatte ihm heute Morgen um vier Uhr eine SMS geschickt: „Sie haben mich“.

Als die Polizei vor der Bauwagensiedlung anrückte, war er aus seinem warmen Bett im Bauwagen gesprungen, hatte seinen Rucksack geschnappt, war über den alten Bretterzaun gegenüber vom Haupteingang geklettert und am anliegenden Trümmergrundstück durch den Park zur U-Bahnstation gehetzt. Es war nicht das erste Mal, das er unausgeschlafen, ungewaschen, unrasiert und mit verschmutzter Kleidung vor den Bullen fliehen musste. Auch nicht das erste Mal, dass er panische Angst davor hatte, wieder in den Knast zu kommen.

In Berlin konnte er nicht bleiben. Inga, Peter und er hatten sich auf diesen Tag vorbereitet. Jeder wusste, was zu tun war, wenn einer von ihnen auffliegen würde. In ihrer aktiven RAF-Zeit hatten sie alle möglichen Fluchtvarianten trainiert und verinnerlicht. Sie kannten sich mit dem Leben im Untergrund bestens aus. In seinem Fluchtrucksack befand sich ein falscher Personalausweis, einige saubere Kleidungsstücke, ein uraltes Prepaid-Handy und Toilettensachen. In Potsdam konnte er für eine Nacht bei Silke und Horst unterkommen. Alte Unterstützer aus den 80ern. Aber wohin dann? Vielleicht zurück nach Hamburg?
Die Bullen werden Inga ausquetschen. Sie werden ihr für alle Informationen Hafterleichterungen versprechen. Auf Dauer würde Inga dem Druck der Bullen nicht standhalten können. Sie war schon immer unberechenbar und unzuverlässig. Wie konnte sie auch so bescheuert sein und Fotos von ihnen auf Facebook hochladen! In einem Zeitungskiosk am U-Bahnhof hatte er vorhin im SPIEGEL gelesen, dass irgendein Journalist die Fotos von Inga mithilfe von Bilderkennungssystemen gefunden und dann der Staatsmacht übergeben hatte.

Zu dem Tag, an den die Bullen einen von ihnen schnappen würde, hatten sie einen Treffpunkt in Potsdam verabredet. Hoffentlich verriet Inga diesen Treffpunkt nicht. Sein Kopf schmerzte. Für ihn war es eine Qual den Coolen zu spielen. Nervös zupfte er seine Cap tiefer ins Gesicht und zog seinen Schal langsam über die Nase. Überall hatten sie in den letzten Monaten von ihnen Fahndungsfotos veröffentlicht. Selbst nach 40 Jahren wollte das System ihre Taten nicht ungestraft durchgehen lassen.
Was hatte er schon verbrochen?
„Die Knastsprengung in Weiterstadt? Das Geballer vor der US-Botschaft in Bonn?“, dachte er, „die Bombe in Eschborn ist nicht mal hochgegangen. Beim Müller-Mord war ich dabei. Das Schwein hatte den Tod verdient. Der Genozid der Israelis im Gazastreifen und die mörderische Politik der Amis in Nahen Osten sind schlimmer als unsere politischen Morde“.
Als er erneut seine Umgebung auf verdächtige Personen absuchte, bemerkte er plötzlich den Treuhandboss Müller. Er saß direkt vor ihm auf der gegenüberliegenden Sitzbank: Vermodert, struppige Haare, schmerzverzerrter Schädel, blutverschmiertes zerrissenes Oberhemd. Müller flüsterte leise: „Es ist vorbei Martin. Du musst dich stellen und die Verantwortung für meinen Tod übernehmen.“
Er rieb sich ungläubig die Augen und schaute ein weiteres Mal erschrocken auf den gegenüberliegenden Platz. Da saß niemand. Hatte er das nur geträumt?
„Das kann nicht sein“, grübelte er, „Herbert hat das Kapitalistenschwein 91 aus 63 Metern Entfernung abgeknallt. Ein Meisterschuss. Ich hatte nur mit der Logistik zu tun. Autos auftun, Tatort observieren und zur Stasi Kontakt halten. Herbert hat geschossen, nicht ich“. Er und seine Genossen hatten damals Attentate auf Politiker und Wirtschafts- und Verwaltungsbosse geplant und durchgeführt, um den Staatsapparat der damaligen Bundesrepublik Deutschland und die vermuteten faschistische Tendenzen gewalttätig zu beseitigen. Das hatte am Ende nicht funktioniert. Die Staatsmacht hatte Martins Genossen im Laufe der letzten 40 Jahren zu langjährigen Haftstrafen verknackt, im Knast und auf der Flucht ermordet oder im Isolierungshaft krepieren lassen. Nur Inga, Peter und ihn hatten sie noch nicht erwischt.

Wieder hörte er Müllers Stimme: „Ihre Morde werden sie bis zu ihrem kläglichen Ende verfolgen. Vor ihrer Schuld können sie nicht weglaufen, lieber Martin. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Karl Braun und ich werden sie jeden Tag an ihre Schuld erinnern“. Erschrocken sprang er auf. Einige Mitreisende blickten irritiert von ihren Zeitungen und Mobiltelefonen auf und starrten ihn an. Schnell zwängte er sich an den Fahrgästen vorbei zur Ausgangstür, um möglichst großen Abstand von Müller zu bekommen. Er schaute aus dem S-Bahn-Fenster. „Ich muss hier raus. Müller soll bloß seine Klappe halten. Er hat die Schmutzarbeit für die Kapitalisten erledigt: Atomgeschäfte mit Südafrika, Waffengeschäfte mit Faschistenregimen und Verschleuderung des Staatsvermögens der DDR an die Geld-Haie. Es war doch klar, dass er dafür mit Konsequenzen rechnen musste“. Die ersten Häuser des Vorortes von Potsdam tauchten auf.

Am Potsdamer Hauptbahnhof stieg er als erster aus dem Zug aus und bewegte sich in der Menschenmenge zum Ausgang, stieg in den Bus und fuhr bis zur Max-Planck-Straße. Im Bus dachte er an Müllers Sprüche und die damalige Exekution. Es war ein perfekter politischer Mord. Er war Kontaktmann zu ehemaligen Stasi-Offizieren, die die Aktion unterstützt hatten, weil Müller als Treuhandchef gerade ihr SED-Vermögen verhökern wollte.
„Der Kerl soll mich in Ruhe lassen. Ich muss mich auf meine Flucht konzentrieren. Ich will nicht bis zu meinem Lebensende im Knast vegetieren“, dachte er, „Müller und seine Bullenschergen haben keine Ahnung, wie schwer es ist, im Untergrund ohne Bankkonto, Krankenversicherung oder Bürgergeld zu überleben“. Der Staat hatte Martin Ende der achtziger Jahre schon einmal für fünf Jahre in Isolationshaft gesteckt. Das würde er kein zweites Mal durchstehen.

Für den Tag an dem sie auffliegen würden war als Treffpunkt das Café Hedwig verabredet. Das Café war ein großer offener voll verglaster Raum mit oval gestalteter Theke, weißer Decke und kahler Wände, viele Plätze besetzt, eine Schlange am Bestelltresen, hinter der er sich anstellte.
Peter saß am Ausgang, hatte ihm unmerklich zugenickt und beobachtete die Straße.
Müllers Tirade hatte ihm zugesetzt, seine Hände zitterten, die Kopfschmerzen hatten nicht aufgehört, auf seiner Stirn standen Schweißperlen. Er beneidete die vor ihm in der Warteschlange stehenden jungen Leute. Sie wirkten entspannt, lachten, sein Vordermann hörte auf dem Kopfhörer Musik. Im Untergrund zu leben ist Schwerstarbeit, dachte er. Zum Überleben waren Banküberfälle alternativlos. Niemand, außer den Banken, ist bisher zu Schaden gekommen. Gegen unsere damaligen Kommandoaktionen waren die Banküberfälle reine Spaziergänge. Jetzt wollen sie uns dafür auch noch versuchten Mord anhängen. Ich lach‘ mich tot. Bei unseren Überfällen ist niemand zu Schaden gekommen. Politische Morde hatte es im Namen der Roten Armee Fraktion nur in den Siebzigern gegeben. Das wissen die Bullen ganz genau“.

Das Geld aus den Überfällen war ihm schon lange ausgegangen. Um einigermaßen klarzukommen, musste er in letzter Zeit mit den Punks an der Oberbaumbrücke Touris anbetteln.

„Wir brauchen die gebunkerte Kohle, wenn wir mal vor den Bullen türmen müssen“, sagte Peter bei ihren Treffen jedes Mal gebetsmühlenartig und rückte immer nur das Nötigste für sie heraus. Peter war für die Depots für Papiere, Waffen und Kohle zuständig.

Mit seinem Kaffeeglas setzte er sich neben Peter, trank einen Schluck, schaute sich unsicher um und sagte, „Scheiße, musste das gerade jetzt passieren“.
„Inga wurde verraten“, erwiderte Peter ärgerlich, „Wenn ich den erwische, mache ich den platt“. Martin trommelte nervös mit seinem Fingern auf die Tischplatte herum: „Dann musst du den Journalisten finden, der Ingas Facebook-Fotos an die Bullen weitergegeben hat.“ Peter zuckte resigniert mit der linken Schulter. Er war Ende sechzig, der Denker, auf den Fahndungsfotos trug er einen gepflegten gräulichen Bart, kurze Haare, Kassenbrille, karierte Schiebermütze. Jetzt war der Bart weg, Glatze, keine Brille, stattdessen blickte er ihn mit seinen blau-grauen Augen an.
„Wir müssen aus der Schusslinie. Ich übernachte heute bei Marlies und Bernd. Wenn sie Zeit haben, können sie mich Morgen nach Rostock bringen. Dann verschwinde ich mit der Fähre nach Helsinki“, meinte Peter.
Martin kniff seine Augen zusammen und sagte: „Die Bullen werden überall herumschnüffeln. Die haben jetzt Lunte gerochen“.
„Ja, ich habe keine andere Wahl. Ich muss aus Berlin raus. Die Fahndungsplakate hängen an jeder Ecke“, antwortete Peter und drehte sich unmerklich nach allen Seiten mit eingezogenen Schultern um, “In Helsinki gibt es noch die Zelle von Aki. Da gehe ich hin. Willst du etwa zurück nach Hamburg gehen? Da werden sie dich als Erstes suchen“.
„Ich habe zuverlässige Freunde in Hamburg“, erwiderte Martin, „die laufen unter dem Bullenradar. Die Genossen der Roten Flora und aus der Hafenstraße werden sicherlich observiert. Da kann ich auf keinen Fall nicht hin“.
Martin schilderte Peter seine missliche finanzielle Lage. Peter stöhnte leise, schloss die Augen und dachte, „immer die gleiche Leier“, Martins ständigen Geldprobleme waren ihm seit langem ein Dorn im Auge: „Du hättest mit deinem Anteil sparsamer umgehen sollen.“
„Ich weiß. Was haben wir noch?“
Peter holte aus seiner Tasche einen Umschlag und legte ihn auf den Tisch.
„Nach Ingas Verhaftung habe ich unser Depot Eberswalde aufgelöst. Im Umschlag sind 25 drin. Wenn du sparsam bist, kommst du damit ein halbes Jahr hin“. Hastig steckte Martin den Umschlag in seine Jackentasche.
„Hoffentlich haben die Bullen meine Tarnwohnung in Pankow nicht ausfindig gemacht“, seufzte Peter und nestelte an seiner Tasche herum, „dort habe ich unsere Waffen, etwas Geld und die falschen Papiere versteckt. Inga hat von dieser Wohnung keinen Schimmer. Sie kann nichts verraten.“
„Wenn du aus Finnland zurück bist, müssen wir dringend an Geld herankommen“, Peter nickte, beobachtete unmerklich das Geschehen auf der Straße, ließ seinen Blick über das Café Publikum schweifen und antwortete mit leiser Stimme: „Jetzt tauchen wir erstmal ab.“ Er berührte nachdenklich seine Nase, rührte dann mit dem Löffel in der leeren Kaffeetasse herum und sagte, „Inga tut mir leid. Sie ist eine gute Genossin“, räusperte sich, presste seine Lippen zusammen und redete in seinem üblichen geschäftsmäßigen Ton weiter, „bei Inga haben sie die 150 von unserem letzten Überfall gefunden“. Inga, Peter und Martin hatten das Geld vor zwei Jahren in einem Supermarkt in der Nähe von Bremervörde erbeutet.

„Scheiße, diese Kohle könnten wir jetzt gut gebrauchen. In unserem Versteck Wildeshausen liegen noch zwanzig,“ raunte ihm Peter zu, „das wird zum Überleben nicht reichen. Nach meiner Rückkehr aus Finnland müssen wir einige Banken klarmachen“.

Beide legten ihre Hände zögerlich auf den Tisch. Das war bei konspirativen Treffen in der Öffentlichkeit der alte RAF-Code für Zustimmung. 

„Sag‘ mal“, begann Martin vorsichtig und starrte dabei auf sein leeres Kaffeeglas, „hast du schon mal an unsere Mordopfer Müller oder Braun gedacht“?
Mit weit geöffneten Augen schaute Peter ihn an, „Wie kommst du darauf? Hast du Gewissensbisse? Keine gute Idee. Wir haben gerade andere Sorgen“.
„Vielleicht werde ich langsam verrückt, aber du glaubst es nicht, Müller hat mich in der S-Bahn angesprochen“, und versuchte seine Unsicherheit mit einem vorsichtigen Lächeln zu verbergen.
„Müller? Der ist doch längst verrottet. Du spinnst total“, wurde Peter lauter, sodass die schwatzenden Jugendlichen des Nachbartisches von ihren Mobiltelefonen kurz aufgeschreckt wurden, „hör‘ auf, solchen Scheiß zu reden“!
Er spürte, dass er mit seinem Spruch zu weit gegangen war und fragte Martin versöhnlich, „was hat Müller denn gesagt“?
„Wir sollen uns stellen“.
„Vollkommen klar, dass Müller so redet. Ach Scheiße“, Peter schwieg eine Weile, erinnerte sich blass an die damalige Tötungsaktion und ergänzte, „ich hatte auch schon solche Träume. Der Bankchef Braun rückt mir schon seit Jahren auf die Pelle und hat von mir den gleichen Schmus verlangt. Ich hab‘ mich schon an ihn gewöhnt. Ist schon merkwürdig, dass Müller erst jetzt bei dir auftaucht.“
„Ich sag‘ dir, die Bullen haben die gezielt auf uns angesetzt“, flüsterte Martin schwach grinsend, „wir müssen aufpassen“.
„Du musst aufpassen, dass du jetzt nicht durchknallst. Das könnte für uns gefährlich werden. Scheiß‘ auf Müller, wenn er nochmal auftaucht“.
Ungläubig schaute er Peter an und nickte halbherzig.
„Jetzt mal wieder zurück in die reale Welt“, ermahnte ihn Peter, „wir kommunizieren über unsere Darknet-Adresse. Du weißt ja, die kennen nur wir zwei“.
Martin hörte nicht auf Peters Anweisungen. Er kannte das alles und wünschte sich in diesem Augenblick ein Leben ohne Flucht und Existenzsorgen.
„He, hörst du mir überhaupt zu, Martin? Mach‘ dir wegen Müller nicht so viele Gedanken“, versuchte ihn Peter nochmal zu beruhigen und stichelte,“ vielleicht besucht dich mein Bankchef Braun demnächst auch mal oder beide versuchen gemeinsam, dich zu nerven“.

BankchefBraunundTreuhandchef Müller hatten sich gegenüber von Martin und Peter am Tresen niedergelassen und beobachteten beide. Für ihre Umgebung waren sie unsichtbar. Braun schaute Müller ärgerlich an: „Diese RAF-Rentner sind harte Nüsse. Sie wollen keine persönliche Verantwortung für unsere Ermordung übernehmen. Da können wir sie noch so oft erschrecken. Das wird nichts mehr. Früher in der SS hätten wir die ganze Bande an die Wand gestellt und basta“. Erschrocken rutschte Müller von seinem Hocker herunter: „Vergessen Sie nicht, seit 1949 sind wir Demokraten. Die Todesstrafe ist abgeschafft“. Genervt winkte Braun ab: „Hören Sie doch auf, die verdienen es nicht anders.“ Müller betrachtete Braun nachdenklich und dachte, „eigentlich unterscheiden wir uns mit unserer nationalsozialistischen Erziehung nicht von der RAF. Wir sollten mit unserem Psychoterror aufhören“.    


Martin und Peter standen auf, umarmten sich kurz und verließen das Café. Peter verschwand Richtung Einkaufszentrum. Martin fuhr mit dem Bus zu Silke und Horst.
Martin schaute aus dem Busfenster und sah einer Horde Rennradfahrer vorbeisausen. „Ich will das alles nicht mehr,“ dachte er verzweifelt. Eine Träne kullerte über sein unrasiertes Gesicht, „aber ohne Peters Hilfe kann ich im Untergrund keine zwei Wochen überleben“.

„Wir haben das Depot gefunden Frau Koch“, sagte der Staatsanwalt freundlich und blätterte in seinen Unterlagen. Sie saßen in der JVA Vechta in einem Vernehmungsraum: 20 qm, weiße kahle Wände, grauer Linoleumfußboden, das Fenster vergittert, ein Tisch mit vier Stühlen, im Hintergrund stand ein bewaffneter Uniformierter. In ihrer blauen Knastkleidung, dem blassen Gesicht und den ungekämmten grauen fettigen Haaren wirkte sie nicht gerade wie eine gefährliche Terroristin.

Inga betrachtete den Staatsanwalt: teurer Anzug, leuchtende Karriereaugen, Kurzfrisur.

Als sie ihren Blick auf die Zimmerdecke richtete‘, schaute sie in die verschwommenen Gesichter von Müller und Braun. Wie schon so oft.
„Geben sie endlich auf. Gestehen sie ihre schrecklichen Taten, damit wir unsere Ruhe finden können“, summten die Leichenschädel.
„Haut ab“, schimpfte Inga.
„Wie bitte“? Fragte der Staatsanwalt erschrocken und schaute sich im Raum um, ob ihm dort etwas entgangen sei.

„Ach nichts“!

Er schüttelte seinen Kopf und redete geschäftsmäßig weiter, „Na dann ist es ja gut. Können wir jetzt weiter machen, Frau Koch? Also: Wir haben das von ihnen genannte Depot Eberswalde gefunden. Dort haben wir leider das von Ihnen angegebene Diebesgut aus den Banküberfällen, die Waffen und die Ausweispapiere nicht gefunden. Das Depot wurde von ihren Genossen vor dem Eintreffen der Polizei ausgeräumt. Was sagen sie dazu, Frau Koch?“
Inga lächelte und dachte, „Gut gemacht Peter!“ und an Müller und Braun gewandt: „Verreckt in der Hölle ihr Kapitalistenschweine“.

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Angelos.blog

Ich schreibe Kurzgeschichten über Kriminelle, Menschen in extremen Situationen, Rocker und Musikfans. In den Fünfzigern bin ich in einem kleinen Dorf bei Wolfenbüttel geboren, wuchs in Wilhelmshaven auf und studierte dort Betriebswirtschaft. Seit 1978 arbeitete und lebe ich in Hamburg. Hatte 1982 die Hamburger Grünen mitgegründet. Von 1995 bis 2015 war ich Mitinhaber eines großen Hamburger Unternehmens. Bin verheiratet und habe eine erwachsene Tochter. Über den Studiengang „Kreatives Schreiben“ an der Universität Hamburg hat mich das Schreiben gepackt.

Katgeorien Auf den Weg zur Hölle1 Kommentar

Ein Gedanke zu “unruhiger ruhestand”

  1. Eine interessante Geschichte, worüber ich noch gern mehr gelesen hätte, da ich das Thema spannend finde. Insbesondere den Schreibstil finde ich sehr ansprechend.

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