Jackpot

von Angelo Wehrli

Freitagabend in der Kneipe

Günni jubelte.

„Warum störst du uns beim Fußballgucken?“, meckerte Achim“, der Sky-Sprecher nervt, der HSV verliert! Halt die Klappe“, schimpfte er, schaute mit wütendem Blick vom Großbildschirm Günni an und konzentrierte sich sofort wieder auf das Spiel. Seine bärtigen, teilweise tätowierten Tischnachbarn warfen Günni ebenfalls genervte Blicke zu. HSV-Spiele waren den Bikern heilig. Störungen waren unerwünscht.

„Ich habe gerade 45 Millionen gewonnen!“, brüllte Günni triumphierend in die Fernsehrunde und sah lachend auf das Display seines Mobiltelefons. Er hatte gerade die Ziehung des wöchentlichen Eurojackpots auf dem you Tube-Kanal verfolgt.

Fünfzehn Männer schüttelten ungläubig ihre Köpfe, starrten ihn verständnislos an, einige nippten an ihrem Bier und wandten sich wieder dem Bildschirm zu, wo sie gerade mit ansehen mussten, wie ihre Mannschaft in der 93. Minute der Nachspielzeit, nach einem Freistoß, Heidenheims Siegtor einfing.

„Scheiße“, brüllte Achim, griff zur Fernbedienung, schaltete die Sky-Übertragung ab und warf das Gerät unter wüsten Beschimpfungen auf den Tisch. Die Fernsehrunde war genervt. Einige Rocker wünschten dem HSV, wie so oft, die Pest ans Bein.

Nur Günni nicht.

Ihm interessierte das Spiel nicht. Außerdem mochte er den HSV nicht. Die Mannschaft hatte ihn in den letzten vierzig Jahren zu oft enttäuscht.

Er drehte die Laufräder seines Rollstuhls schwungvoll vor die Tische der enttäuschten Fußballfans und hielt siegesgewiss seinen Lottoschein hoch.

„Bingo, ihr werdet mich endlich los“, lachte er triumphierend.

Ungläubig starrten ihn die Rocker an.

Achim stand auf und riss Günni unwirsch den Lottoschein aus der Hand. Der zerknitterte gelbliche Schein verwand zwischen seinen beiden großen schwieligen, ölverschmutzten Händen.

Ungläubig betrachtete er den Zettel wie einen Fremdkörper und lass laut die fünf Gewinnzahlen vor,“ sechs, dreizehn, vierundzwanzig, sechsunddreißig, einundvierzig. Dazu die beiden Eurozahlen vier und sechs „.

Jimmy, die rechte Hand von Achim, griff nach seinem Mobiltelefon, lockte sich auf die Euro-Lotto-Homepage ein, checkte die Zahlen und nickte brummend“, stimmt! das sind die Zahlen. Günni hat den Pot geknackt.“

Die schlechte Stimmung wandelte sich von einem Moment zu anderen in ausgelassenes Gemurmel und Gelächter.

Die HSV-Niederlage war vergessen.

Geld, Millionen, Jack Pot. Die Rocker konnten es nicht fassen. Einer von ihnen hat den Jack Pot geknackt.

Es fühlte sich an wie 2014, als die Nationalmannschaft die WM gewonnen hatte. Die Biker freuten sich und klopften sich auf die Schultern, einige schüttelten auch Günni die Hand und vergaßen dabei, wer von ihnen den Pot geknackt hatte.

„Seit Jahren hattet ihr nichts Besseres zu tun, als meine Nerven zu ramponieren!“ schimpfte Günni, drehte seinen Rollstuhl mit quietschenden Rädern zu Achim:

“ Günni räum mal die Kneipe auf!

Günni schrubb die Klos!

Günni hast du die Kotflügel von Arnes Harley noch nicht lackiert?

Ich hab die Schnauze von euch gestrichen voll.“

Das Gelächter verpuffte.

„Ihr könnt euch in Zukunft einen anderen Fußabtreter suchen. Ich verschwinde. Meine beschissene Kneipe könnt ihr behalten. Ich hänge nicht an dieser Bruchbude, schon gar nicht an den verkommenen Garten und an euch ‚Blue Devils‘. Seit meinem Unfall wurde ich von euch sowieso nur geduldet.“

Günni zeigte auf Achim, „wir machen Montag einen kleinen Ausflug zum Notar und zum Grundbuchamt. Ich überschreibe euch das Grundstück. Dann packe ich meine Sachen und ihr seid mich los!“

Totenstille.

„In den 60ern hatten wir untereinander noch Respekt. Dieses Wort kennt ihr heutzutage gar nicht mehr. Für euch bin nur ein unnützer Fresser,“ er unterbrach seine Beschimpfung und holte tief Luft,“ Ja, ich weiß selbst, dass ich alt und behindert bin. Ihr müsst mich nicht jeden verdammten Tag daran erinnern.“

Im Hintergrund konnte man aus der Anlage ‚Sounds of Silence‘ hören

Hello darkness my old friend

I’ve come to talk with you again…

And visions that was planted in my brain

Still remain..

Günni sah in die gereizten Gesichter der Biker und fügte mehr zu sich selbst als zu den Brüdern leise hinzu, „das musste ich mal loswerden.“

Achim schüttelte ungerührt den Kopf.

„Mensch Günni, wir haben das nicht so gemeint,“ versuchte er ihn zu besänftigen.

Günni rollte seinen Rollstuhl neben Achim, nahm ihm den Lottoschein aus der Hand, steckte ihn in seine Lederweste zurück und wollte zum Ausgang rollen.

Mit seinem massigen, muskulösen Körper stellte sich Achim vor den Rollstuhl. Achims dunkle Augen, seine Glatze, die breiten Schultern mit den vielen Tattoos, sein ölverschmutztes weißes Shirt und die Lederkutte rieten jedem, sich vor ihm in Acht zu nehmen.

Günni sah Achim ängstlich an.

Er war mit seinen fünfundsiebzig Jahren der älteste Rocker im Chapter. Seit den 50er Jahren gehörte er zur Hamburger Rockerszene. Motorräder, Alkohol in Strömen, Schlägereien mit den Jungs aus Lübeck und ‚Rock around the Clock‘ mit den schärfsten Bräuten im Star Club.

Seit vielen Jahren saß er jetzt mit Querschnittslähmung im Rollstuhl. Motorradunfall. Für das Chapter machte er seitdem nur noch Handlangerarbeiten. In der ‚Blue Devil‘ Hierarchie stand er an unterster Stelle.

Die Kneipe im Volkspark hatte er in den 70ern von seinen Eltern geerbt. Damals hatte er mit Achim die Idee, dort das Headquarter der ‚Blue Devils‘ einzurichten. Seitdem betrachteten die Jungs das Haus als ihr Eigentum. Vermutlich wussten die wenigsten, wem das Haus gehörte.

Der verqualmte Innenraum der Rockerkneipe bestand aus einer schwarz gestrichenen Theke, auf der neben der Zapfanlage mehrere Alu-Bierfässer aufgestapelt waren. Die Theke und Möblierung aus klobigen Bänken, Tischen, einem alten Pooltisch vor dem Klo und blinkende Flipperautomaten wurden von blauem Neonlicht und weißen Scheinwerfern angestrahlt. An der Wand neben dem Billardtisch hingen mehrere ausgeschaltete Großbildschirme. Die großen Marshall-Türme auf der kleinen Bühne waren verstummt.

Achim betrachtete Günni von oben herab, lachte plötzlich laut und antwortete,“ Du haust ganz schön auf die Tonne. Sei froh, dass du im Rollstuhl sitzt, sonst hätte ich dir längst eins übergezogen.“

Es schmerzte Günni, dass Achim so mit ihm redete.

„Du bist einer von uns,“ meinte Achim gönnerhaft und klopfte ihm auf die Schulter, „wenn wir uns danebenbenommen haben, dann tut es mir und den Brüdern leid.“ Achim zeigte auf die Jungs an den Tischen und der Theke und nickte ihnen auffordernd zu, „Stimmts? Wir werden uns bessern.“

Allgemeines zustimmendes Gemurmel.

Günni glaubte kein Wort.

Achims Sprüche und Lügen kannte er zur Genüge.

“Den Jack Pot müssen wir feiern,“ fügte Achim grinsend hinzu, „lasst uns auf den Kiez fahren!“

Nach kurzer Pause fügte er mit Blick auf Günni hinzu, „du bezahlst. Ist doch klar.“

„Mit meinen 45 Millionen bin ich für euch Bastarde plötzlich wieder interessant. Ihr seid echt bescheuert.“

„Natürlich sind wir bescheuert,“ lachte Jimmy, „deine Kohle ist unsere Kohle. Du kennst die Regeln der ‚Blue Devils‘. Wir verjubeln den Jackpot zusammen.“

Alle lachten.

Günni nicht.

„OK Leute,“ sagte er ohne Begeisterung,“ ich gebe einen aus. Aber morgen packe ich meine Sachen und verschwinde.“

„Ja, ja,“ wiegelten einige Biker ab. Die Runde lachte und ihm wurde mal wieder deutlich gezeigt, was sie von ihm trotz der 45 Millionen hielten.

Nichts!

Achim setzte sich an den Tisch, dachte nach und stand nach einiger Zeit wieder auf.

„Hört mal her, Jungs,“ rief er,“ damit das klar ist, das mit dem Jackpot und den 45 Millionen bleibt unter uns. Ich hab kein Bock auf Aasgeier.“

Dann kniete er vor Günnis Rollstuhl, packte mit der Faust dessen linkes Ohr und schaute ihn eindringlich an,“ Günni, du holst morgen die Kohle von der Bank ab und gibst sie mir.“

„Ihr wollt mich abzocken. Wie immer!“ antwortete Günni wütend und ängstlich.

„Das Geld gehört uns! Was hast du von unseren Regeln nicht verstanden, du blöder Krüppel? Sei froh, dass wir dir hier eine Bleibe geben. Mach einfach, was ich dir sage,“ flüsterte ihm Achim ins Ohr und stand mit seinem massigen Körper auf.

Günni war klar, dass er gegen Achims Drohungen nichts ausrichten konnte.

„Ich habe auf der Homepage nachgesehen,“ meinte Jimmy und blickte geschäftsmäßig auf das Display seines Mobiltelefons, “Er muss ein Auszahlungsformular an Eurolotto schicken. Die Kohle wird dann innerhalb von acht Tagen ausgezahlt und ein Berater wird sich auch bei ihm melden. Damit er sein Vermögen nicht gleich verprasst.“

Lautes Gelächter.

„Wir sind deine Berater,“ grinste Achim, „wir sagen dir, wie die 45 Millionen verprasst werden.“

Günni schaute in die Gesichter von Achims Truppe und dachte: „Die Jungs sind alle knapp bei Kasse. Die warten nur auf so einen Jack Pot. Ihnen ist es egal, wer der Gewinner ist. Sie nehmen sich einfach ihren Anteil. Zum Beispiel Andi, der Tätowierte, mit einem Haufen Spielschulden bei den Armeniern. Dann Joe, der sich ständig neue Motorräder kaufte und dafür alle anpumpte und Achim, unser Boss, der unsere Drogengeschäfte an die Konkurrenz verloren hatte und seinen Jungs keine Einnahmequellen bieten konnte. Um zu überleben, waren sie auf meinen Jack Pot angewiesen. Ich bin ihnen dabei völlig egal.“

„Los jetzt Günni, wir fahren auf den Kiez, die 45 Millionen feiern,“ entschied Achim.

„Die Kiezläden haben wegen Corona zu,“ bemerkte Jimmy.

„Scheißegal, die ‚Ritze‘ von Carsten macht bestimmt für uns auf. Das kriegen die Bullen gar nicht mit. Ich rufe ihn gleich mal an“, meinte Achim, zog sein Mobiltelefon aus seiner Jeans und ging in den Nebenraum zum Telefonieren.

Die Jungs vom Chapter holten sich von den Stühlen und Tischen ihre Lederjacken, Mützen, Handschuhe, Schals, griffen nach ihren Helmen und verließen die Kneipe.

Draußen hörte man das Geröhre anspringender und abfahrender Motorräder.

Achim kam aus dem Nebenraum und sagte freudig,“ Los kommt. Wir fahren mit meinem Truck.“

Jimmy schob Günni in seinem Rollstuhl nach draußen.

Über der Eingangstür hing eine alte Neonreklame der Holsten Brauerei auf einem verrosteten Stahlträger. Die ehemalige Ausflugskneipe von Günnis Eltern hatte den Schick der 60er Jahre längst verloren. Das Gebäude war zu einer morbiden Bauruine verkommen. Ein hässlicher Flachbau aus roten Klinkersteinen mit zugenagelten Fensteröffnungen.

Vor dem Haus hatten die Jungs mit ihren Motorrädern beim Verlassen des Hofes dampfende Abgasschwaden hinterlassen. Auf dem Parkplatz waren zwei Harleys aufgebockt und der Truck von Achim abgestellt.

Achim hob Günni mühelos aus dem Rollstuhl und verfrachtete ihn auf dem Beifahrersitz des Trucks, während Jimmy den Rollstuhl zusammenklappte und auf die Ladefläche unter die Persenning Plane schob.

Eingepfercht zwischen den beiden Rockerchefs, Jimmy an Steuer, Achim auf der Beifahrerseite, startete Jimmy den Wagen. Der Achtzylindermotor begann mit der Musikanlage im Führerhaus gemeinsam zu wummern und ab ging es zum Kiez.

Zwölf Tage später in der HASPA Zentrale

Jimmy schob Günni in seinem Rollstuhl in die Hauptstelle der Hamburger Sparkasse.

Sie schauten sich um.

Ein mehrstöckiges, offenes Atrium. Glasflächen an der Fassade sorgte für viel Tageslicht. Über ihre Köpfe zwei offene Etagen, auf denen Bankmitarbeiter ihren Jobs nachgingen. Auf der linken Seite vom Eingangsbereich standen Bankkunden vor den grau-Rot möblierten Beratungstheken. Seit der Pandemie wurden Kunden und Bankmitarbeiter durch Plexiglasscheiben bedient. Gespräche wurden nur noch mit Maskenbedeckung geführt. Hinter den Plexiglasscheiben saßen oder standen Bankangestellte in Businesskleidung im Gespräch mit Kunden, arbeiteten an Schreibtischen vor ihrem Computermonitoren, schrieben Mitteilungen, erarbeiteten Vertragsunterlagen oder telefonierten.

Obwohl sich viele Menschen in der Bank befanden, war es ausgesprochen still.

Auf der rechten Seite des Großraumes, etwas verdeckt, standen Kunden vor mehreren roten Bankautomaten und an Stehtischen. Dahinter brachten vier Fahrstühle Kunden in die oberen Stockwerke.

Ein junger Wachmann rief ihnen vom Eingang zu, “Setzen sie bitte ihre Masken auf. In unseren Räumen herrscht Maskenpflicht.“

Beide schauten sich an.

Sie wurden sie von den Wachleuten misstrauisch beäugt.

Günni schob sich seinen schwarzen Schal ins Gesicht und sagte zu Jimmy, „Leute wie wir sind hier nicht willkommen. Die mögen keine Biker in Lederklamotten. Geh eine rauchen, bevor die Security Stress macht. Ich kümmere mich um das Geld.“

Jimmy schaute sich in der Schalterhalle um. Die Anzugträger und die aufgedonnerten Tussen gingen ihm auf den Sack. Hier waren Günni und er Störfaktoren. Keiner wollte etwas mit Bikern zu tun haben. Dieselben Leute rannten ihnen an den Wochenenden die Bude ein. Sie brauchten Stoff für ihre Partys. Durch den Lockdown gab gerade es keine Partys und kein Geschäft mit diesen elenden Heuchlern.

Er blickte zu Günni in seinem Rollstuhl herunter und flüsterte drohend, „du holst jetzt das Geld. Bau bloß keinen Mist. Sonst drehe ich dir den Hals um.“

Jimmy nickte, klopfte Günni gedankenverloren auf die Schulter und ging zum Ausgang. An der Drehtür nach draußen stoppte er, drehte sich nochmal mit ernstem Blick um und rief ihm zu „OK, ich bin draußen und warte auf dich und die Kohle, beeil dich.“

„Das kann dauern,“ rief Günni ihm nach.

„Ja, geh nur eine rauchen, Jimmy,“ dachte er und setzte die Räder seines Rollstuhls langsam in Bewegung.

An der Empfangstheke saß der junge Mann. Er starrte gerade gelangweilt auf sein Mobiltelefon.

„Hallo, ich wollte größere Geldsummen bewegen und schaff es in meinem Zustand nicht ohne Hilfe. Was raten sie mir?“ fragte er und zeigte auf die drei Kassenhäuschen hinter den Bankautomaten. Davor warteten Menschen in langer Schlange und großen Abständen.

Der Junge schreckte aus seinen Tagträumen hoch, musterte den Rollstuhlfahrer, dachte kurz nach und antwortete diensteifrig,“ Oh ja. Natürlich. Sie sind doch Kunde bei der Hamburger Sparkasse?“

„Ja.“

„OK, dann bringe ich sie in den zweiten Stock zu Frau Wiedemann. Die wird Ihnen helfen.“

Der Kleine lächelte unsicher, “Haben sie ihre Kontokarte und Ausweis dabei?“

„Klar!“

Die Bankangestellten und Kunden, denen sie auf dem Weg zum Lift begegneten, schauten gezielt an Günni vorbei. So, als ob er gar nicht existierte.

„Würden diese Typen in ihren Outfits im Headquarter der ‚Blue Devils‘ auflaufen, hätte das ausgereicht, um sie einen nach dem anderen in die Werkstattöltonne zu versenken.

Der Kleine trug eine rote Maske mit Sparkassen-Emblem. Er entfernte eine rote Absperrungskordel und schob Günni zu den Fahrstühlen.

Das Lämpchen der Etagenanzeigen an den Liften zeigten eine rote eins, wechselte kurz darauf auf null, wenig später hörten sie ein leises Surren, die Tür öffnete sich und zwei Frauen verließen lachend die Kabine.

Der Junge schob ihn in den Lift und drückte auf zwei. In der Kabinenverspiegelung bemerkte Günni, dass der Kleine hinter seiner Maske grinste. Seine Augen verrieten ihn. Sie glänzten.

„Lacht er über mich? Der sollte mal in den Spiegel gucken,“ dachte er, “vielleicht würde ihm dann seine hässliche Frisur ins Auge fallen? Sie bestand aus einem einzigen Seitenscheitel. Nacken und Seiten waren ausrasiert. Nicht zu fassen, wie die Kids heute ungestraft herumlaufen konnten.“

Der Fahrstuhl stoppte surrend, die Türen öffneten sich. Der Junge schob ihn aus dem Fahrstuhl zum Büro von Frau Wiedemann. Günni zog schnell nochmal seinen verrutschten Schal über die Nase.

Die Bürotür war nur angelehnt.

Auf dem Türschild stand: ‚Anita Wiedemann, Kundenberaterin‘.

Der Junge klopfte an die offene Tür und rollte Günnis vor dem Schreibtisch der Kundenberaterin.

„Dieser beschissene Coronavirus,“ dachte Günni, „überall verbarrikadieren sich die Menschen hinter Glas und Masken. Kein ´Hände schütteln‘. Keine Umarmung. Nichts mehr.“

Frau Wiedemann unterbrach ihre Arbeit am Notebook hinter einer Plexiglasscheibe, setzte schnell eine blaue Maske auf, betrachtete Günni in seinem Rollstuhl und lächelte, „na Janis, wen bringen sie mir.“

Unsicher trat Janis von einem Bein aufs andere.

„Dieser Herr?“, begann er. Ihm wurde sofort klar, dass er Günni nicht nach seinem Namen gefragt hatte.

„Günther Schulz,“ beantwortete Günni die Namenssuche des Jungen.

„Ja richtig,“ Janis war erleichtert,“ Herr Schulz möchte einige Kontotransaktionen durchführen. Er braucht ihre Hilfe,“ und deutete mit einem Kopfnicken vorsichtig auf den Rollstuhl, „da dachte ich?“

„Alles klar Janis, ich übernehme,“ lächelte Frau Wiedemann hinter ihrer Maske und sah den Jungen verständnisvoll an. Sie mochte ihn wohl.

Janis verließ eilig den Raum.

Günni schaute sich um.

Das Zimmer hatte die Größe eines Schuhkartons:

Grauer Schreibtisch und Büroschrank, eine Zimmerpflanze, kein Fenster, von der Decke strahlte eine Neonleuchte. An der Wand hing in einem einfachen grauen Bilderrahmen ein Kunstdruck mit gelben, roten und rosa Blüten auf einer grünen Wiese. Am unteren Bildrand stand Andy Warhol ‚Flowers‘.

Sie erhob sich lächelnd von ihrem Bürostuhl, umrundete den Schreibtisch, zog den Besucherstuhl zur Seite, damit er direkt an den Tisch heranrollen konnte.

„Herr Schulz?“, mit dieser Bemerkung holte Frau Wiedemann ihn aus seinen Träumen zurück an ihren Schreibtisch.

„Ja,“ antwortete er.

Ihre hellblauen Augen hinter der blauen Maske fielen ihm sofort auf. Sie war so um die fünfzig und sah mit ihrem dezent aufgetragenen Make-up und ihren gepflegten Händen attraktiv aus. Ihre schwarz bräunlichen mittellangen Haare hatte sie zu einem Zopf zusammengebunden. Diese Frau gehörte zu einer anderen Klasse als die Professionellen vom Kiez. Ihre gepflegte Erscheinung erinnerte ihn daran, wie abgerissen und erbärmlich er in seinem Rollstuhl aussah. Er schämte sich für seine ölverschmierten Jeans, seine alte abgerissene Lederweste, ihm fehlten einige Zähne, sein Gesicht war vom Alkohol grau und eingefallen, er stank nach altem Schweiß und saß hilflos in einem Rollstuhl.

Ihm gefiel, dass sie über sein elendes Äußeres hinwegsah.

Sie bemerkte, dass er mit seinen Gedanken woanders war und räusperte sich, „also Herr Schulz, was kann ich für sie tun?“

Er schaute auf ihr blaues Kleid mit der silbernen Kette um ihren Hals, auf ihre Figur, ihre Oberweite und schüchtern auf ihre Hände.

„Ja, also, ich habe ein Konto bei Ihnen.“

„OK?“, ihre blauen Augen sahen ihn prüfend an.

„Na ja, ich habe vor zwölf Tagen den Eurojackpot geknackt.“

Sie hob ihre linke Augenbraue. So, als ob er ihr gerade irgendeinen Schwachsinn erzählt hätte.

Sie bemerkte ihre Unhöflichkeit und versuchte sie durch übertriebenes Lachen zu kaschieren, „Das freut mich für sie. Ich gratuliere!“

Mit beiden Händen umfasste er schüchtern die Räder seines Rollstuhls, zog sich in eine bessere Sitzposition und korrigierte den Sitz seines Schals über seine Nase.

„Und jetzt wollen sie wissen, ob das Geld auf ihrem Konto ist,“ fragte sie.

„Ja.“

„OK, dann geben sie mir mal ihre Kontonummer und ihren Ausweis, Herr Schulz.“

Mit seinen dreckigen Händen schob er ihr seine Haspa Card und den Ausweis durch die zwischen ihnen befindliche Öffnung in der Plexiglasscheibe.

Er hatte sein Leben lang Motorräder repariert. Das Motoröl ließ sich von Händen und Fingernägeln nicht mehr entfernen. Sie sahen schmutzig und abweisend aus. Schnell zog er seine Hände von Schreibtisch zurück und legte sie auf seinen Schoß.

Seine hektische Bewegung war Frau Wiedemann nicht entgangen.

Sie gab die Kontodaten ins System ein und schaute zuerst den Kontoauszug auf dem flimmernden Bildschirm und dann Günni an.

Er merkte, dass sich ihre Maske zusammenzog, weil sie tief Luft holen musste. Sie griff nach einer Wasserflasche auf dem Schreibtisch, nahm ihre Maske kurz ab und trank einen großen Schluck.

Nach einer längeren Pause sagte sie leise mehr zu sich selbst als zu Günni, „sie haben 44.920.835,11 € auf ihrem Konto. Whow!“

Er freute sich und dachte, „Das Geld ist tatsächlich da.“

Er fühlte Flugzeuge im Bauch und war sich für einen kurzen Moment absolut sicher, dass er ein kleines Stück über seinen Rollstuhl schwebte.

Es dauerte nur eine Sekunde, dann saß er wieder an seinem Platz im Rollstuhl.

Seine Freude konnte er nur sehr kurz genießen. Das Geld musste schnell verschwinden. Achim und seine Gang würden ihn diesmal nicht abzocken.

Er schluckte, „Ja, sage ich doch. Der Jackpot.“

„Glückwunsch, Herr Schulz, das nenne ich eine Überraschung. Ich hatte noch nie mit einem Lottogewinner zu tun. Und schon gar nicht mit so einem hohen Gewinn.“

Günnis beugte sich über den Schreibtischrand, seine verdreckte Hand wanderte durch die Öffnung der Plexiglasscheibe und suchte die manikürte Hand von Frau Wiedermann.

Sie trug einen wunderschönen silbernen Ring.

Frau Wiedemann stieß sich erschrocken mit ihrem Bürostuhl vom Schreibtisch weg, als sie Günnis Schulter an der Scheibe und seine dreckige Hand an der Öffnung bemerkte.

„Du Idiot,“ dachte er, zog schnell seine Hand zurück und setzte sich wieder ordentlich in seinen Rollstuhl.

„Sie müssen mir helfen,“ begann er vorsichtig.

Sie schaute ihn abwartend und misstrauisch an.

„Bänker konnten nicht aus ihrer Haut raus,“ dachte er,“ bevor sie etwas taten, brauchten sie eine doppelte und dreifache Absicherung.“

Günni merkte, dass Frau Wiedemann Angst hatte.

„Was wollen sie mit dem Geld machen?“, fragte sie gespielt unvoreingenommen und versteckte ihre Hände vorsorglich hinter der Schreibtischkante.

Sie hatte Schweißperlen auf ihrer Stirn. Er roch durch die Scheibe ihr Parfüm ‚Chanel Coco‘ und schloss die Augen.

„Herr Schulz, also was machen wir jetzt,“ fragte sie erneut und klopfte mit ihrem Kugelschreiber ungeduldig auf ihre Schreibunterlage.

„Ich muss die Kohle. Sorry, ich meine das ganz Geld schnell loswerden, Frau Wiedemann. Und zwar sofort. Helfen Sie mir bitte.“

Entgeistert sah sie ihn an, „44 Millionen? Sofort? Warum?“

„Frau Wiedemann, ich kann ihnen jetzt nicht meine Lebensgeschichte erzählen. Aber nur so viel: ich gehöre zu einer Biker Gang, den ‚Blue Devils‘. Sie haben über unsere Truppe bestimmt, gehört oder gelesen. Diebstahl, Drogen, Waffenhandel, Prostitution, Schießereien, Freiheitsberaubung und Körperverletzungen.“

Mit ausgerissenen Augen schaute sie ihn an.

Ihr freundlicher Blick war verschwunden.

„Was für ein Film läuft hier gerade ab,“ dachte sie,“ vor mir sitzt ein Krimineller, der Geld verschieben will. Ich muss meine Chefin und den Sicherheitsdienst dazu holen.“

Ängstlich überlegte sie, was sie jetzt machen sollte.

„Mal sehen, was er mir jetzt für eine Story auftischt,“ dachte sie und nahm vorsichtig den Faden auf, „OK. Sie gehören zu einer Rockergang,“

„Ja.“

“ Was hat ihr Geld mit der Rockergang zu tun? Kann ich davon ausgehen, dass die 45 Millionen ihnen gehören?“

Sie schaute sich die Überweisung von Eurojackpot aus Finnland nochmal auf dem Bildschirm an.

„Das Geld ist sauber überwiesen, mit einem Zertifikat von Eurojackpot und der Avisierung durch die Helsinki Banken,“ erläuterte sich die Faktenlage.

Günni nickte.

Sie bohrte weiter,“ was haben ihre Rockerkollegen mit ihrem Geld zu tun, Herr Schulz?“

„Meiner Gang gehört von dem Geld gar nichts. Nichts, Frau Wiedemann. Aber sie verlangen von mir, dass ich ihnen das ganze Geld abtrete.“

Hinter ihrer Maske holte sie erneut ganz tief Luft.

Er beugte sich über den Schreibtisch, sie konnte selbst hinter der Scheibe seinen Mief riechen, wandte sich aber nicht ab als Günni ihr zuflüsterte, „das Geld muss sofort weg.“

„Warum?“

„Wie ich bereits sagte, meine Jungs werden es mir sonst abnehmen und ich kann mich dagegen nicht wehren. Schauen Sie mich an. Ich bin ein alter Mann, ein hilfloser Krüppel. Was wollen Sie noch hören? Unten, vor der Bank, wartet Jimmy, die rechte Hand unseres Bosses. Ich bin zu schwach, um das zu verhindern.“

„Wir rufen die Polizei,“ schlug sie erschrocken vor und wollte zum Telefon greifen.

„Nein,“ blaffte er. Sie zuckte ängstlich zusammen. Sie kannte so einen Ton nicht.

„Da wo ich herkomme, regelt man seine Probleme ohne Polizei.“

„Was mache ich jetzt,“ dachte sie, „ich kann hier nicht mehr allein weiter machen. Das wird mir jetzt zum kriminell. Ich muss meine Chefin holen.“

Sie starrte ihr Telefon an. Er bemerkte ihr Vorhaben.

„Nein, das werden sie nicht tun, Frau Wiedemann,“ sagte er und sah sie wütend an.

„Ich habe meine Anweisungen, Herr Schulz.“

„Hören sie mir jetzt genau zu. Überweisen Sie diese Beträge an diese drei Kontonummern,“ er tippte auf ein abgegriffenes schmutziges Blatt Papier und schob es durch die Scheibenöffnung.

Sie starrte auf den Zettel und zögerte.

„Mit meinem Gewinn kann ich machen, was ich will,“ versuchte Günni sie zu überzeugen.

Die ganze Situation überforderte sie.

“ Ich muss hier sofort raus,“ dachte sie.

Ärgerlich stand sie von ihrem Schreibtisch auf, ging zur Bürotür, verschloss sie und flüsterte, „was haben sie genau vor?“

„Hier,“ er tippte auf den Zettel,“ machen sie schon, überweisen sie das Geld.“

Die Zeit lief ihm davon.

„Was sind das für Konten? Herr Schulz?“

„10 Millionen an das Diakonische Werk. Die haben mir mal geholfen, als es mir sehr schlecht ging. 15 Millionen an die Gefangenenhilfe. Sie müssen wissen, ich habe mein halbes Leben im Knast verbracht. Da bin ich nach meinen Entlassungen immer hin. Die haben mir jedes Mal ein bisschen Kohle gegeben und ein Dach über dem Kopf vermittelt.“

Sie ergriff den Zettel, hob diesmal ihre rechte Augenbraue und lass fragend vor, „15 Millionen an die Unfallklinik Boberg?“

„Nach meinem Motorradunfall haben die mich damals zusammengeflickt und gepflegt. Sie sehen ja, ich bin gelähmt. Es hätte damals mit mir auch ganz vorbei sein können. Na ja, bin hart im Nehmen, Frau Wiedemann.“

“Herr Schulz will seinen Jackpot verschenken. Als Kontoinhaber kann er das. Aber gleichzeitig ist er auch ein undurchsichtiger Krimineller,“ dachte sie, „ach egal, wer auch immer der Kontoinhaber ist, solche Riesensummen kann ich sowieso nicht ohne meine Chefin abwickeln. Soll sie entscheiden, was jetzt zu tun ist.“

Sie schüttelte sich.

„Was?“ fragte Günni.

„Nichts!“

Sie weinte. Die Tränen liefen über ihre Maske.

„Warum?“, fragte er.

„Nur so,“ sagte sie lächelnd, schniefte, nahm ihre Maske ab, holte aus ihrer Tasche ein Tuch und schnaubte.

„Also, machen sie jetzt die drei Überweisungen oder nicht?“

Sie nahm den Zettel nochmal in die Hand, schaute auf ihr Notebook und klackerte die Überweisungsdaten ein. Scannte Ausweis und Haspa Card. Schaute ihn an und schickte die Überweisungen ab.

„Ist das Geld weg?“

„Nein, noch nicht ganz!“ Sie dreht das Notebook auf dem Schreibtisch so, dass er die Überweisungsaufträge auf seinem Kontoauszug sehen konnte.

„Warum nicht?“

„Ich darf als Kundenberaterin nicht mehr als 2.000.000 € transferieren. Ohne Zustimmung meiner Chefin verlassen ihre Überweisungen nicht ihr Konto. Das sind die Hausregeln. “

Günni dachte nach, „ohne Chefin keine Überweisung. Sollte die Frau hier auflaufen, macht sie bestimmt Stress. Der Drops ist gelutscht und ich kann die Überweisungen vergessen.“

„Wollen sie die Überweisungen immer noch durchführen, Herr Schulz?“

„OK, holen sie ihre Chefin.“

Frau Wiedemann griff zum Mobiltelefon, telefoniert leise und nach zwei Minuten wurde die Bürotür aufgerissen und eine kleine blonde drahtige junge Frau im grauen Hosenanzug, weißer Bluse, hochhackigen schwarzen Schuhen stand vor ihm.

„Guten Tag,“ meinte sie, ohne sich vorzustellen, stöckelte durch den Raum und stellte sich neben Frau Wiedemann und schaute auf Frau Wiedemanns Monitor.

Sie musterte Günni. Er merkte sofort, dass sie sich vor seinem Outfit ekelte.

„Da sitzt ein Penner mit 45 Millionen auf dem Konto,“ dachte die Chefin, „das stinkt doch zu Himmel.“

Sie prüfte den Kontoauszug, Günnis Ausweis und die Zertifikate. Beim Anblick den Zahlen erhellte sich ihr Gesichtsausdruck. Günni konnte förmlich die Dollarzeichen in ihren Augen aufleuchten sehen.

„Herr,“ setzte die Chefin an.

„Schulz,“ schlug Günni vor.

„Ja, Herr Schulz, sie haben mit dem Zertifikat und ihrem Ausweis nachgewiesen, dass sie der Eigentümer des Gewinns von 45 Millionen Euro sind. Aufgrund des Geldwäschegesetzes und hausinterner Anweisungen werde ich mit der Firma Eurojackpot und der Bank in Finnland telefonieren müssen, um mich nochmal von der Richtigkeit ihres Gewinns zu überzeugen. Kleinen Augenblick.“

Sie verließ den Raum. Vor der Tür hörte er leise, aufgeregte Stimmen. Vermutlich hatte Günni mit seinen 45 Millionen die Bänker aus ihrem Trott aufgescheucht.

Günni und Frau Wiedemann mussten sich eine halbe Stunde gedulden, bis die Chefin wortlos die Tür aufriss und sich neben Frau Wiedemann hinter die Plexiglasscheibe stellte.

„Frau Wiedemann sagte mir, dass sie 40 Millionen Euro an gemeinnützige Einrichtungen überweisen wollen. Ist das richtig?“

„Ja.“

An Frau Wiedemann gewandt meinte sie, „ich habe mit Finnland telefoniert. Es ist alles in Ordnung. Ich habe die Überweisungen autorisiert. Sie können sie herausschicken.“

Sie schaute Günni an,“ Schade, dass sie ihr Geld nicht bei uns anlegen. Ich habe gesehen, dass ihre Überweisungen auf Konten von sozialen Einrichtungen gehen werden.“ Mit freundlichem Ton ergänzte sie,“ das Geld bleibt trotzdem bei uns im Haus, weil die Überweisungen auf die Sparkassen-Konten der sozialen Träger gebucht werden.“

Sie legte ihre Hand auf die Schulter von Frau Wiedemann, nickte Günni freundlich zu und verschwand.

Irritiert fragte er, „was ist jetzt?“

„Sie haben es ja gehört. Alles im grünen Bereich, Herr Schulz, meine Chefin hat die Überweisungen autorisiert. Sie sind bereits auf den Empfängerkonten.“

„Schauen sie.“ Sie drehte ihr Notebook in seine Richtung und er blickte auf seinen Kontoauszug, „drei Abbuchungen über 40 Millionen Euro. Jetzt sind noch etwas über vier Millionen auf ihrem Konto.“

„Geschafft!“ Günni war glücklich.

Beide lächelten sich an.

Die Tür wurde aufgerissen und Jimmy stand in der Tür.

„Was machst du hier, Günni,“ bellte ihn Jimmy an.

„Gehört der Herr zu ihnen, Herr Schulz?“, fragte sie ängstlich.

Vor ihr stand ein bärtiger breitschultriger Kerl in Lederkleidung, mit Irokesenschnitt, Marke Türsteher ohne Maske und sah sie wütend an.

„Ja, das ist Jimmy, der wollte mich abholen,“ sagte Günni zaghaft.

„Was habt ihr hier gemacht?“, meckerte Jimmy. Er trug keine Maske.

„Es ist noch genug Geld da,“ versuchte Günni ihn zu beschwichtigen.

„Genug Geld? Was soll das heißen?“

In diesem Moment standen zwei Polizisten und der Sicherheitsdienst vor der Tür.

Einer der Polizisten trat ins Zimmer,“ Mein Herr, würden Sie uns bitte folgen. Sie haben sich nicht an die Hausordnung des Hamburger Sparkasse gehalten. Sie sind ohne Einladung und ohne Maske in für sie nicht autorisierte Räumlichkeiten eingedrungen.“

(Wenn ihr die Fortsetzung dieser Story lesen wollt, lest „Gibt es Licht am Ende des Tunnels?“)

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Angelos.blog

Ich schreibe Kurzgeschichten über Kriminelle, Menschen in extremen Situationen, Rocker und Musikfans. In den Fünfzigern bin ich in einem kleinen Dorf bei Wolfenbüttel geboren, wuchs in Wilhelmshaven auf und studierte dort Betriebswirtschaft. Seit 1978 arbeitete und lebe ich in Hamburg. Hatte 1982 die Hamburger Grünen mitgegründet. Von 1995 bis 2015 war ich Mitinhaber eines großen Hamburger Unternehmens. Bin verheiratet und habe eine erwachsene Tochter. Über den Studiengang „Kreatives Schreiben“ an der Universität Hamburg hat mich das Schreiben gepackt.

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